Kurz gesagt: Fuzuli (1494–1556) war ein großer Dichter, der in der Gegend von Bagdad und Kerbela lebte und auf Arabisch, Persisch und Türkisch schrieb. Er diente an den Grabstätten (Türbe) von Hz. Ali in Necef (Nadschaf) und von Hz. Hüseyin in Kerbela; sein Werk Hadikatü’s-Süeda, das die Ereignisse von Kerbela schildert, verfasste er auf Türkisch. In der alevitischen Tradition zählt er zu den Sieben Großen Dichtern (Yedi Ulu Ozan). Auf dieser Seite werden sein Leben, seine Werke und Beispiele aus seinen Gedichten in der Darstellung von Seyit Derviş Tur Dede vorgestellt.
Der folgende Text stammt aus dem Buch Erkânname von Seyit Derviş Tur Dede. Für eine allgemeine Einführung: Was ist das Alevitentum?
Inhalt
Wer war Fuzuli? (1494 – 1556)
Über Fuzulis Leben lassen sich nicht viele Informationen oder Quellen finden. Wo und in welchem Jahr er geboren wurde, ist nicht sicher bekannt. Während einige Autoren als Geburtsjahr 1504 angeben, schreiben andere, er sei 1490 in Bagdad geboren. Sein eigentlicher Name war Mehmet, der Name seines Vaters Süleyman. Er soll als „Muhammed bin Süleyman“ bekannt gewesen sein. Viele Autoren fügen seinem Namen den Beinamen Bağdadi (der Bagdader) hinzu. Das weist darauf hin, dass er in Bagdad geboren wurde.
Der Dichtername (Mahlas) „Fuzuli“, den er sich in seinen Gedichten selbst gab, bedeutet „schwacher, unbedeutender, hilfloser Diener“. Als Şah İsmail (Schah Ismail) Bagdad im Jahr 1510 den Akkoyunlu entriss, schrieb er Lobgedichte auf Şah İsmail sowie zwischen 1510 und 1514 sein Mesnevi (Versepos) „Bengü Bade“ und überreichte es Şah İsmail. Seine Gedichte, die er auf Arabisch, Persisch und Türkisch schrieb, beweisen, dass er eine sehr gute Bildung genossen hatte. Der Mensch lebt unter dem Druck von Gesetzen, Sitten und Glaubensvorstellungen! Er ist gezwungen, unter dem Einfluss von Liebe, Achtung, Ehre, dem Wunsch nach Anerkennung und noch vielen ähnlichen Bindungen zu leben. Die Gefühle und Gedanken des Menschen verlaufen nicht immer in einem natürlichen Fluss.
Herkunft und Ausbildung
In der Tezkire (Dichterbiografie) des Sadıki, in der geschrieben steht, dass sein Vater Süleyman Mufti des Bezirks Hille (Hilla) war, heißt es, Fuzuli stamme aus dem Stamm der „Bayat“. Der Bayat-Stamm ist ein alter und großer oghusischer Stamm. Einige Orientalisten, die berücksichtigten, dass es auch unter den Kurden einen Bayat-Stamm gibt, behaupteten, er sei ein türkischer Dichter kurdischer Abstammung. Fuzuli schreibt jedoch im Vorwort zu seinem persischen Diwan bzw. zu seinem Werk „Hadikat-üs Süeda“, dass er türkischer Herkunft und „Türk-zeban“ (mit türkischer Muttersprache) sei. Er sagt: „Manchmal ließ ich das Pferd meiner Natur auf dem Feld des Türkischen galoppieren. Die türkischen Feingeister nährte ich mit den Schönheiten des Türkischen. Das fiel mir auch gar nicht schwer, denn das Türkische entsprach meinem Wesen.“
Fuzuli lernt die arabischen Wissenschaften bei Rahmetullah, einem Gelehrten seiner Zeit. Die literarischen Wissenschaften lernt er bei dem Dichter Habibi. Dabei verliebt er sich in Rahmetullahs Tochter und heiratet sie. Man sagt sogar, er habe das Gedicht „Gözüm canım efendim, sevdiğim devletli sultanım“ (Mein Auge, meine Seele, mein Herr, meine Geliebte, meine glückselige Sultanin) für seine Geliebte geschrieben. Das hohe Niveau seiner Ausbildung ermöglichte es ihm, in allen drei Sprachen Bücher zu schreiben. Im Vorwort seines türkischen Diwans schreibt er, „dass Dichtung ohne Wissen einer Mauer ohne Fundament gleicht“. Damit weist er darauf hin, dass eine Mauer ohne festes Fundament keinen Wert hat. Fuzuli belegt, dass er sich einst „mit Geometrie, Physik, Naturwissenschaften sowie Hadith und Koranexegese (Tefsir) beschäftigt hat. Bei dieser Gelegenheit berichtet er, dass er in drei Sprachen Verse und Prosa geschrieben hat. In seinem persischen Diwan erzählt er, „dass er danach strebte, ein Mensch zu werden, der alle Wissenschaften und Künste in sich vereint.
„Meine Erde ist die Erde von Kerbela“
In seinem türkischen Diwan sagt Fuzuli: „Mein Geburtsort ist der arabische Irak, und mein ganzes Leben lang bin ich nicht in andere Länder gereist. Meine Erde ist die Erde von Kerbela. Wohin meine Gedichte auch gehen, man soll ihnen Achtung erweisen. Nicht Gold, nicht Silber, nicht Perle, schon gar nicht Rubin und Edelstein – die Dichtung dieses Knechtes ist Erde. Doch es ist eine Erde besonderer Art: Es ist die Erde von Kerbela, die mit dem Blut von Hz. Hüseyin getränkt ist.“
Fuzuli hat sein Leben lang lange Zeit als Hüter an der Türbe von Hz. Ali in Necef gedient. Einige Zeit später diente er in Kerbela an der Türbe von Hz. Hüseyin. Zur Zeit der Safawiden bestritt er seinen Lebensunterhalt stets mit einer monatlichen Zuwendung, die man „Ratibe“ nannte. Als Kanuni Sultan Süleyman, der Sohn von Yavuz Sultan Selim, im Jahr 1534 Bagdad eroberte, strich man Fuzuli das ihm gewährte Gehalt. Fuzuli, ein Liebender von Hz. Hüseyin, diente sein ganzes Leben lang an der Türbe von Hz. Hüseyin, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Fuzuli erreichte mit seiner Liebe und Hingabe zur Ehlibeyt (der Familie des Propheten, Ahl al-Bayt) den Gipfel der Dichtkunst. Der große Dichter, der an die Dichtung als ein heiliges Gefühl glaubte, beschreibt sein Verständnis von Dichtung so: „Dichtung ist eine Kunst, deren Quelle bei Gott liegt. Ohne göttlichen Beistand kann kein vollkommenes Gedicht gesprochen werden. Der Dichter betritt das Paradies der Dichtung mit der Erlaubnis der Begabungen, die ihm von Natur aus gegeben sind. Je mehr die Liebe zu Gott in seinem Herzen aufwallt, desto mehr reihen sich die Perlen der Dichtung eine nach der anderen von der Zunge.“
Fuzuli überlebt eine Pestepidemie im Irak nicht und geht im Jahr 1556 in Kerbela zu Gott (Hakk’a yürümek). Seinem Vermächtnis gemäß wird er zwischen der Türbe von Imam Hüseyin und dem „Haymagâh“ (dem Ort, an dem die Zelte standen) beigesetzt. Fuzuli hat seine Demut sowie seine innigen und leidenschaftlichen Gefühle in einem besonderen Stil in seinen Gedichten zum Ausdruck gebracht.
Fuzuli lebte in einem arabischen Land. In jener Zeit und in seiner Umgebung war das Arabische eine heilige Sprache. Das Persische galt als Sprache der Literatur und der schönen Dichtung. Das Türkische war dort keine gesprochene Sprache. In einem solchen Umfeld schreibt Fuzuli über das Ereignis von Kerbela schöne Werke auf Arabisch und Persisch. Araber und Perser haben von diesen Werken profitiert. Für die Türken, eine große Gemeinschaft der Welt, gab es kein türkisches Werk, aus dem sie Nutzen ziehen konnten. Darum schrieb der aufgeklärte und weitblickende Dichter Fuzuli die „Hadikat üs-Süeda“, ein Gegenstück zu den arabischen und persischen Werken, auf Türkisch. Mit dieser Haltung bewies Fuzuli, dass er seine Muttersprache bewusst und aufrichtig liebte.
Fuzulis Werke
- Persischer Diwan: Sein Vorwort ist sehr wichtig, weil es Fuzulis Verständnis von Dichtung erläutert und Auskunft über sein Leben gibt. Der Diwan ist auf Persisch geschrieben und besteht aus Ghaselen, Kasiden, Kıtas (Vierzeilern) und Rubais über Kerbela.
- Türkischer Diwan: Er besteht aus Ghaselen, Kasiden, Mersiyes (Klagegedichten) und Rubais über Hz. Muhammad, die Ehlibeyt und Kerbela. Die wichtigsten Teile des Diwans sind die „Su Kasidesi“ (Wasser-Kaside), die seine Liebe und Verbundenheit zu Hz. Muhammad ausdrückt, und die „Kerbela-Mersiye“, die seine tiefe Liebe zur Ehlibeyt in Form eines Klageschreis offenbart. Mit anderen Worten wird sie „Mersiye-i Ali Aba“ genannt.
- Arabischer Diwan: Die Existenz des arabischen Diwans ist zwar bekannt, doch liegt kein Exemplar vor. Im Asiatischen Museum in Leningrad soll es 465 arabische Kasiden geben, in denen er Hz. Muhammad und Hz. Ali preist.
- Bengü Bâde: In 540 Doppelversen (Beyit) schildert er den Kampf zwischen dem Opium und dem Wein.
- Heft Cam (Sieben Becher): Ein Mesnevi mystischen (tasavvufi) Charakters mit 318 Doppelversen, das mit den Worten beginnt: „Gib mir den Wein, der der Scharia Ordnung verleiht. Nicht den Wein, der in der Scharia verboten ist“.
- Hadikatü-s-Süeda (Der Garten der Glückseligen): In den ersten Kapiteln des Buches widmet er sich Hz. Muhammad, Hz. Ali, Hz. Fadime (Fatima), Imam Hasan und Imam Hüseyin. Im Mittelpunkt steht jedoch die Grausamkeit von Kerbela, das Massaker an der Ehlibeyt. Die darin enthaltenen Mersiyes und Kasiden legen das Unrecht dar, das den Nachkommen von Hz. Muhammad angetan wurde.
- Rind ü Zâhid: Ein auf Persisch in satirischer Form (Taşlama) geschriebenes Werk mit Kasiden, Doppelversen und Rubais, das einen Sufi und einen Frömmler (Yobaz) schildert.
- Hüsnü Aşk: Dieses Werk ist auch unter dem Namen „Sıhhat ü Maraz“ (Gesundheit und Krankheit) bekannt. Es ist eine Abhandlung, die einen Eindruck von Fuzulis Kenntnissen auf dem Gebiet der Medizin vermittelt.
- Şikâyetname (Beschwerdeschrift): Nachdem die Osmanen den Irak besetzt hatten, strichen sie das Gehalt, das Fuzuli für seinen Dienst als Türbe-Hüter erhielt. Obwohl man ihm kein Gehalt zahlte, setzte Fuzuli seinen Dienst fort. Einige Jahre später erhält er vom Padischah ein Schreiben, wonach er täglich 9 Akçe erhalten soll. Doch aus welchem Grund auch immer – das Geld, das ihm für seinen Lebensunterhalt zugesprochen worden war, kann er einfach nicht erhalten. Daraufhin schreibt er einen türkischen Brief an den Nişancı (Staatssekretär) Celal-Zade Mustafa Çelebi: „Selam verdüm rüşvet deyüldür deyu almadılar. Hükm gösterdim faidesüzdür deyü mültefit olmadılar.“ („Ich grüßte – sie nahmen den Gruß nicht an, weil er keine Bestechung sei. Ich zeigte den Erlass – sie schenkten ihm keine Beachtung, weil er nutzlos sei.“)
- Matlaul-İtikad: Dieses Buch ist eine Abhandlung innerhalb der Gesamtwerke Fuzulis, die sich im Leningrader Museum befindet. Sie bringt seine Verbundenheit mit der Linie der Zwölf Imame zum Ausdruck.
- Enisü’l-Kalb: Eine auf Persisch geschriebene Kaside mit 134 Doppelversen, die Fuzulis Gefühle und Gedanken ausdrückt; sie wurde 1944 in der Bibliothek von Edirne ins Türkische übersetzt und veröffentlicht.
Historiker schreiben in verschiedenen Zusammenhängen, dass Fuzuli außer den hier aufgezählten Werken noch viele weitere Werke hat. Zum Beispiel! Es gibt Werke mit den Titeln „Şah ü Geda“ und „Sohbetü’l-Esmar“ (Das Gespräch der Früchte) sowie Kasiden in türkischer und persischer Versform. Der einzige Grund, weshalb so viele türkische Werke Fuzulis in der Türkei nicht sehr verbreitet sind: Sie enthalten persische Wörter und sind in altem Türkisch verfasst, weshalb sie heute nicht in einer Sprache vorliegen, die jeder versteht.
Aus Fuzulis Gedichten
Deshalb werde ich aus Fuzulis Gedichten nicht viel wiedergeben. Denn für viele Menschen dieser Zeit sind diese Gedichte zwar bedeutungsvoll, aber ermüdend, weil sie nicht verstanden werden; ich werde nur einige wenige davon anführen. Ich bitte die verständigen Freunde aus dem Kreis der Mystiker (Tasavvuf-Ehli) um Nachsicht.
Perişan halün oldum sormadun hali perişanım
Gamından derde düştüm kılmadun tebdili dermanım
Ne dersen rüzügarum böyle mi geçsün güzel hanum
Gözüm canum efendim sevdüğüm devletli sultanım
Um deinetwillen wurde ich zerrüttet, doch du fragtest nicht nach meinem zerrütteten Zustand
Aus Kummer um dich verfiel ich in Leid, doch du reichtest mir kein Heilmittel
Was meinst du – soll mein Leben so dahingehen, meine schöne Herrin?
Mein Auge, meine Seele, mein Herr, meine Geliebte, meine glückselige Sultanin
Dost bi pervâ Felek bi-rahim devran bi-sükün
Derd çok hem-derd yok düşman kavi tali zebun
Çehre-i zerdin Fuzuli’nin tutubdur eşk-i al
Gör ana ne rengler çekmiş sipihr-i Nilgün
Der Freund ist achtlos, das Schicksal erbarmungslos, die Zeit ohne Ruhe
Der Schmerz ist groß, kein Leidensgefährte da, der Feind stark, das Glück schwach
Blutrote Tränen haben Fuzulis gelbes Antlitz bedeckt
Sieh, welche Farben ihm der indigoblaue Himmel aufgemalt hat
Yevmül süâl Hazrete arzeyleyem eğer
Eltaf’ü merhametle kulundan cevap ala
Dünya evinde konduk oturduk bir iki gün
Lâyık mudur Kerim’e, konuktan hesap ala
Wenn ich am Tag der Befragung dem Erhabenen vortragen darf:
Möge Er mit Güte und Barmherzigkeit die Antwort Seines Dieners annehmen
Im Haus der Welt kehrten wir ein und verweilten ein, zwei Tage
Ziemt es dem Allgütigen, vom Gast Rechenschaft zu fordern?
Gönül tâ elünde câm-i mey tesbihe el urma
Namaz ehline uyma anlarunla durma oturma
Eğilüb secdeye salma ferâgat tacını başdan
Vuzüdan su sepüb rahat yukusun gözden uçurma
O Herz, solange der Weinkelch in deiner Hand ist, greif nicht nach der Gebetskette
Folge nicht den Leuten des Gebets, steh und sitz nicht mit ihnen
Beuge dich nicht zur Niederwerfung und wirf die Krone der Entsagung nicht vom Haupt
Spreng nicht das Wasser der Waschung und vertreibe nicht den süßen Schlaf aus den Augen
Sakın paymal olursun bi-riya tek mescide girme
Ve ger nâçar girersen anda minber kimi çok durma
Müezzin nâlesin alma kulağa düşme teşvişe
Cehennem kapusun açdurma vaizden haber sorma
Hüte dich, du wirst zertreten – betritt die Moschee nicht als einer ohne Heuchelei
Und musst du notgedrungen hinein, so verweile dort nicht lange wie die Kanzel
Nimm das Klagen des Muezzins nicht ins Ohr, verfalle nicht in Verwirrung
Lass dir nicht das Tor der Hölle öffnen, frage den Prediger nicht nach Kunde
Cemaat izdihamı mescide almış küdüretler
Küdüret üzre lutf it bir küdüret sen hem arturma
Hatibün sanma sadık vaizün kavliyle fi’il itme
İmamın dutma âkil ihtiyarun ana tabşurma
Das Gedränge der Gemeinde hat Trübsal in die Moschee gebracht
Sei gütig und füge der Trübsal nicht noch eine weitere hinzu
Halte den Kanzelredner nicht für aufrichtig, handle nicht nach den Worten des Predigers
Halte den Imam nicht für verständig, überlass ihm nicht deinen freien Willen
Fuzuli behre virmez taat-i nâkıs nedür cehdün
Kerem kıl zerki tâat suretinde hadden aşırma
Necefde bağlanmayan Hakk hizmetine kemer
Gidüb Frenk diyarında bağlasın zünnar
Fuzuli, mangelhafter Gottesdienst bringt keinen Gewinn – wozu dein Mühen?
Sei gütig und treibe die Heuchelei in Gestalt des Gehorsams nicht über das Maß
Wer sich in Necef nicht den Gürtel zum Dienst an Gott (Hakk) umbindet,
der gehe ins Land der Franken und lege dort den Zunnar (Gürtel der Nichtmuslime) an
Hiç kim cürmile dergâhundan olmaz nâümid
Senden ister kâm eğer rüsvâ ger halvetnişin
Niemand verliert wegen seiner Schuld die Hoffnung auf Deine Schwelle (Dergâh)
Von Dir erbittet sein Verlangen, ob er in Schande steht oder in der Einsamkeit zurückgezogen lebt
Die türkische Übersetzung dieser letzten beiden Zeilen lautet: „Niemand gibt die Hoffnung auf, weil er schuldig ist. Jeder, ob bekannt oder in einen Winkel zurückgezogen, erwartet von Dir, was er sich wünscht.“
Ich hoffe, dass sich ein Mensch aus unserer Gemeinschaft (Can) findet, der Arabisch und Persisch studiert hat, diese bedeutungsvollen Doppelverse, Kasiden und Mersiyes in das heutige Türkisch überträgt und diesen verborgenen Schatz den kommenden Generationen darbietet. Wer dies tut, leistet einen heiligen Dienst.
Quelle: Seyit Derviş Tur, Erkânname – Aleviliğin İslam Yorumu ve Alevi Erkânları (Erkânname – Die alevitische Deutung des Islam und die alevitischen Rituale), erweiterte 3. Auflage (ISBN 975-6791-52-7).
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Über den Autor: Seyit Derviş Tur Dede
Geboren 1936 in Başköy (Çayırlı, Erzincan) in einer Seyyid-Familie, die dem Babamansur-Ocak (Şah-Mansur-Ocak) angehört. Er ist Mitbegründer und erster Vorsitzender (1990–1993) der Föderation der Alevitischen Gemeinden, der Vorläuferin der Alevitischen Gemeinde Deutschland (AABF). Von 1994 bis 2003 leitete er den Dede-Rat der Föderation. Er ist Autor der Bücher Erkânname (2002) und Avrupa’da İlk Alevi Yapılanması (Die erste alevitische Organisation in Europa, 2016); seine Arbeiten werden in akademischen Veröffentlichungen von Forschern wie Martin Sökefeld, Zeynel Gül, Burak Gümüş und Bülent Keleş als Quelle zitiert.
Übersetzung aus dem türkischen Original von Seyit Derviş Tur.